# Anwendungen von Grenzwerten

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Grenzwerte auf vereinfachte Gesundheits-, Wirtschafts-, Bevölkerungs-, Signal- und Reaktionsmodelle anwenden und die Aussagegrenzen jedes Modells prüfen.

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## Ein vereinfachtes Modell aus dem Gesundheitsbereich

Grenzwerte können das langfristige Verhalten eines mathematischen Modells beschreiben. Im Gesundheitsbereich muss eine Formel jedoch mit verlässlichen Daten abgeglichen und geprüft werden, bevor sie eine reale Entscheidung unterstützen kann. Das folgende **fiktive Unterrichtsmodell** dient dazu, Grenzwerte zu berechnen und den Gültigkeitsbereich eines Modells zu untersuchen.

### Den Gültigkeitsbereich prüfen

Betrachte die folgende bewusst vereinfachte Funktion:

```math
N(t) = 285000 - \sqrt{t^2 - t + (190{,}68)^3}
```

Dabei wird $$N(t)$$ als modellierte Fallzahl gedeutet. $$t$$ ist eine nicht negative Eingabe, deren Einheit für das jeweilige Szenario festgelegt werden muss.

Visible text: Dabei wird als modellierte Fallzahl gedeutet. ist eine nicht negative Eingabe, deren Einheit für das jeweilige Szenario festgelegt werden muss.

Um zu prüfen, ob die Formel langfristig sinnvoll bleibt, berechnen wir:

```math
\lim_{t \to \infty} N(t) = \lim_{t \to \infty} \left(285000 - \sqrt{t^2 - t + (190{,}68)^3}\right)
```

**Langfristiges Verhalten:**

Für sehr große Werte von $$t$$ dominiert der Term $$t^2$$ unter der Wurzel, denn:

Visible text: Für sehr große Werte von dominiert der Term unter der Wurzel, denn:

- $$t^2$$ wächst schneller als $$t$$ und die Konstante $$(190{,}68)^3$$
- Für $$t \gg 1$$ gilt $$t^2 - t + (190{,}68)^3 \approx t^2$$

Visible text: - wächst schneller als und die Konstante 
- Für gilt

Also,

Component: MathContainer
Children:

```math
\sqrt{t^2 - t + (190{,}68)^3} \approx \sqrt{t^2} = |t| = t \quad \text{(für} t > 0\text{)}
```

```math
\lim_{t \to \infty} N(t) = \lim_{t \to \infty} (285000 - t) = -\infty
```

> Das negative Ergebnis zeigt den **begrenzten Gültigkeitsbereich** des Modells. Eine Fallzahl kann nicht negativ sein, daher ist die Formel nur sinnvoll, solange $$N(t) \geq 0$$ gilt. Dieses fiktive Modell ist keine epidemiologische Prognose und darf nicht als medizinische oder politische Empfehlung verwendet werden.

Visible text: > Das negative Ergebnis zeigt den **begrenzten Gültigkeitsbereich** des Modells. Eine Fallzahl kann nicht negativ sein, daher ist die Formel nur sinnvoll, solange gilt. Dieses fiktive Modell ist keine epidemiologische Prognose und darf nicht als medizinische oder politische Empfehlung verwendet werden.

### Ein Impfziel interpretieren

In einem Unterrichtsmodell können Grenzwerte und Funktionswerte zeigen, was eine Formel in der Nähe eines vorgegebenen Impfziels liefert. Ohne empirische Daten, Annahmen zur Übertragung und reale Bevölkerungsdaten beweist diese Rechnung jedoch nicht, dass das Ziel wirksam ist.

Angenommen, eine Übung setzt für Einwohner über $$18 \text{Jahre}$$ ein Ziel von $$V \text{Menschen}$$ fest. Wir können die Formel an diesem Ziel auswerten und das Ergebnis innerhalb des Modells deuten. Die Rechnung allein belegt keine optimale Strategie.

Visible text: Angenommen, eine Übung setzt für Einwohner über ein Ziel von fest. Wir können die Formel an diesem Ziel auswerten und das Ergebnis innerhalb des Modells deuten. Die Rechnung allein belegt keine optimale Strategie.

## Anwendung in den Wirtschaftswissenschaften

### Grenzkostenanalyse

In einem differenzierbaren Kostenmodell beschreiben **Grenzkosten**, wie schnell sich die Gesamtkosten im jeweiligen Augenblick mit der Produktionsmenge ändern. Sie werden durch die Ableitung definiert:

**Mathematische Definition mit Grenzwerten:**

```math
\text{Grenzkosten} = \lim_{\Delta x \to 0} \frac{C(x + \Delta x) - C(x)}{\Delta x}
```

Dabei gilt:

- $$C(x)$$ = Gesamtproduktionskostenfunktion für $$x \text{Einheiten}$$
- $$\Delta x$$ = kleine Änderung der Produktionsmenge
- Der Grenzwert gibt die **augenblickliche Änderungsrate** der Kosten in Bezug auf die Produktion an

Visible text: - = Gesamtproduktionskostenfunktion für 
- = kleine Änderung der Produktionsmenge
- Der Grenzwert gibt die **augenblickliche Änderungsrate** der Kosten in Bezug auf die Produktion an

Wird die Produktion in ganzen Einheiten gezählt, betragen die exakten Zusatzkosten der nächsten Einheit $$C(x+1)-C(x)$$. Die Ableitung <InlineMath math="C'(x)" /> nähert diese diskrete Änderung häufig an, beide Größen sind aber nicht automatisch identisch.

Visible text: Wird die Produktion in ganzen Einheiten gezählt, betragen die exakten Zusatzkosten der nächsten Einheit . Die Ableitung nähert diese diskrete Änderung häufig an, beide Größen sind aber nicht automatisch identisch.

### Bevölkerungswachstumsmodell

Ein vereinfachtes logistisches Bevölkerungsmodell kann so geschrieben werden:

```math
P(t) = \frac{K}{1 + Ae^{-rt}}, \qquad K > 0,\ A > 0,\ r > 0
```

Da $$e^{-rt} \to 0$$ für $$t \to \infty$$ gilt, nähert sich das Modell seinem **Tragfähigkeitsparameter**:

Visible text: Da für gilt, nähert sich das Modell seinem **Tragfähigkeitsparameter**:

```math
\lim_{t \to \infty} P(t) = \frac{K}{1+A(0)}=K
```

Dabei ist $$K$$ ein Parameter des vereinfachten Modells. Die Tragfähigkeit einer realen Umwelt kann sich ändern. Der Grenzwert behauptet also nicht, dass jede gemessene Population dauerhaft bei einem festen Wert bleibt.

Visible text: Dabei ist ein Parameter des vereinfachten Modells. Die Tragfähigkeit einer realen Umwelt kann sich ändern. Der Grenzwert behauptet also nicht, dass jede gemessene Population dauerhaft bei einem festen Wert bleibt.

## Anwendung in Technologie und Wissenschaft

### Digitale Signalanalyse

Für ein **normiertes Tiefpassmodell erster Ordnung** mit der Grenzfrequenz $$\omega_c > 0$$ lautet der Betrag des Frequenzgangs:

Visible text: Für ein **normiertes Tiefpassmodell erster Ordnung** mit der Grenzfrequenz lautet der Betrag des Frequenzgangs:

```math
|H(i\omega)|=\frac{1}{\sqrt{1+(\omega/\omega_c)^2}}
```

Seine Grenzwerte zeigen das idealisierte Verhalten unmittelbar:

Component: MathContainer
Children:

```math
\lim_{\omega \to 0}|H(i\omega)|=1
```

```math
\lim_{\omega \to \infty}|H(i\omega)|=0
```

Das Modell lässt sehr niedrige Frequenzen mit Verstärkung eins passieren und dämpft hohe Frequenzen zunehmend. Es ist ein mathematisches Filtermodell und keine Beschreibung jedes digitalen Filters.

### Chemische Reaktionsgeschwindigkeit

Für den **idealisierten Verbrauch erster Ordnung** eines Reaktanden $$A$$ gilt:

Visible text: Für den **idealisierten Verbrauch erster Ordnung** eines Reaktanden gilt:

```math
[A](t)=[A]_0e^{-kt}, \qquad k>0
```

Daraus folgt:

```math
\lim_{t \to \infty}[A](t)=[A]_0\lim_{t \to \infty}e^{-kt}=0
```

Diese Schlussfolgerung gehört zu diesem irreversiblen Modell erster Ordnung. Eine reversible Reaktion im Gleichgewicht benötigt im Allgemeinen ein anderes Modell und muss keine Reaktandenkonzentration von null haben.

## Ein fiktives Impfziel auswerten

1. **Problembeschreibung:**

    In diesem fiktiven Unterrichtsszenario hat eine Stadt $$576{.}260 \text{Menschen}$$. Die Aufgabe gibt eine vereinfachte Formel vor, die eine Impfzahl mit der modellierten Zahl verbleibender positiver Fälle verknüpft:

    
   
   ```math
   N(t) = 285000 - \sqrt{t^2 - t + (190{,}68)^3}
   ```

    Dabei gilt:
    - $$N(t)$$ = Anzahl der verbleibenden positiven Fälle
    - $$t$$ = Anzahl der geimpften Personen

2. **Frage:**

    Wenn das Ziel des Impfprogramms $$282{.}367 \text{Menschen}$$ ist, wie viele positive Fälle bleiben dann übrig, wenn das Ziel erreicht ist?

3. **Daten und Annahmen:**

    Die Aufgabe nimmt an:
    - Gesamtbevölkerung: $$576{.}260 \text{Menschen}$$
    - Alterszusammensetzung: $$21\%$$ Kinder ($$\leq 18 \text{Jahre}$$), $$79\%$$ Erwachsene ($$\gt 18 \text{Jahre}$$)
    - Gesundheitszustand: $$30\%$$ bereits als positiv bestätigt, wobei für alle Altersgruppen derselbe Anteil angenommen wird
    - Richtlinie: Nur Erwachsene, die nicht positiv getestet wurden, können geimpft werden

    Begründung für das Impfziel $$282{.}367 \text{Menschen}$$:

    <MathContainer>
    
      
      ```math
      \text{Kinder} = 0{,}21 \times 576{.}260 = 121{.}014{,}6 \approx 121{.}015 \text{Menschen}
      ```

    
      
      ```math
      \text{Erwachsene} = 0{,}79 \times 576{.}260 = 455{.}245{,}4 \approx 455{.}245 \text{Menschen}
      ```

    
      
      ```math
      \text{Insgesamt positiv} = 0{,}3 \times 576{.}260 = 172{.}878 \text{Menschen}
      ```

    
      
      ```math
      \text{Positive Erwachsene} = 0{,}79 \times 0{,}30 \times 576{.}260 = 136{.}573{,}62 \approx 136{.}574 \text{Menschen}
      ```

    
      
      ```math
      \text{Berechtigte Erwachsene} = 0{,}79 \times 0{,}70 \times 576{.}260 = 318{.}671{,}78 \approx 318{.}672 \text{Menschen}
      ```

    </MathContainer>

    Der Anteil des Ziels wird mit der **ungerundeten Zahl der Berechtigten** berechnet:

    
      
      ```math
      \frac{282{.}367}{318{.}671{,}78}\times 100\% \approx 88{,}6\%
      ```

    Das Impfziel entspricht in diesem fiktiven Szenario also ungefähr $$88{,}6\%$$ der berechtigten Erwachsenen. Die Aufgabe gibt dieses Ziel vor. Die Rechnung begründet nicht, wie ein reales Impfziel festgelegt werden sollte.

4. **Lösung:**

    Um die Anzahl der verbleibenden Fälle bei $$t = 282{.}367$$ zu ermitteln, berechnen wir:

    
   
   ```math
   N(282{.}367) = 285{.}000 - \sqrt{(282{.}367)^2 - 282{.}367 + (190{,}68)^3}
   ```

    **Schritt** $$1$$: Berechne $$(190{,}68)^3$$

    
   
   ```math
   (190{,}68)^3 = 190{,}68 \times 190{,}68 \times 190{,}68 = 6{.}932{.}907{,}88
   ```

    Der angezeigte Wert ist auf zwei Dezimalstellen gerundet. In der folgenden Rechnung wird intern weiterhin der ungerundete Wert verwendet.

    **Schritt** $$2$$: Berechne $$(282{.}367)^2$$

    
   
   ```math
   (282{.}367)^2 = 79{.}731{.}122{.}689
   ```

    **Schritt** $$3$$: Setze die Werte unter der Wurzel ein

    
   
   ```math
   79{.}731{.}122{.}689 - 282{.}367 + 6{.}932{.}907{,}88 = 79{.}737{.}773{.}229{,}88
   ```

    **Schritt** $$4$$: Berechne das Endergebnis

    <MathContainer>
    
   
   ```math
   N(282{.}367) = 285{.}000 - \sqrt{79{.}737{.}773{.}229{,}88}
   ```

    
   
   ```math
   = 285{.}000 - 282{.}378{,}78
   ```

    
   
   ```math
   = 2{.}621{,}22 \approx 2{.}621 \text{Menschen}
   ```

    </MathContainer>

5. **Ergebnisinterpretation:**

    Bei $$282{.}367$$ geimpften Personen liefert die vorgegebene Formel ungefähr $$2{.}621$$ verbleibende Fälle. Das ist ein Ergebnis des fiktiven Modells, **keine reale Prognose** und keine ausreichende Grundlage für die Verteilung von Gesundheitsressourcen.

Visible text: 1. **Problembeschreibung:**

 In diesem fiktiven Unterrichtsszenario hat eine Stadt . Die Aufgabe gibt eine vereinfachte Formel vor, die eine Impfzahl mit der modellierten Zahl verbleibender positiver Fälle verknüpft:

 
 

 Dabei gilt:
 - = Anzahl der verbleibenden positiven Fälle
 - = Anzahl der geimpften Personen

2. **Frage:**

 Wenn das Ziel des Impfprogramms ist, wie viele positive Fälle bleiben dann übrig, wenn das Ziel erreicht ist?

3. **Daten und Annahmen:**

 Die Aufgabe nimmt an:
 - Gesamtbevölkerung: 
 - Alterszusammensetzung: Kinder (), Erwachsene ()
 - Gesundheitszustand: bereits als positiv bestätigt, wobei für alle Altersgruppen derselbe Anteil angenommen wird
 - Richtlinie: Nur Erwachsene, die nicht positiv getestet wurden, können geimpft werden

 Begründung für das Impfziel :

 <MathContainer>
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 </MathContainer>

 Der Anteil des Ziels wird mit der **ungerundeten Zahl der Berechtigten** berechnet:

 
 

 Das Impfziel entspricht in diesem fiktiven Szenario also ungefähr der berechtigten Erwachsenen. Die Aufgabe gibt dieses Ziel vor. Die Rechnung begründet nicht, wie ein reales Impfziel festgelegt werden sollte.

4. **Lösung:**

 Um die Anzahl der verbleibenden Fälle bei zu ermitteln, berechnen wir:

 
 

 **Schritt** : Berechne 

 
 

 Der angezeigte Wert ist auf zwei Dezimalstellen gerundet. In der folgenden Rechnung wird intern weiterhin der ungerundete Wert verwendet.

 **Schritt** : Berechne 

 
 

 **Schritt** : Setze die Werte unter der Wurzel ein

 
 

 **Schritt** : Berechne das Endergebnis

 <MathContainer>
 
 

 
 

 
 

 </MathContainer>

5. **Ergebnisinterpretation:**

 Bei geimpften Personen liefert die vorgegebene Formel ungefähr verbleibende Fälle. Das ist ein Ergebnis des fiktiven Modells, **keine reale Prognose** und keine ausreichende Grundlage für die Verteilung von Gesundheitsressourcen.

## Das Ergebnis verantwortungsvoll deuten

Der Wert $$2{.}621 \text{Fälle}$$ beantwortet die mathematische Frage der Übung. Eine reale Entscheidung bräuchte zusätzlich unabhängig geprüfte Erkenntnisse über:

Visible text: Der Wert beantwortet die mathematische Frage der Übung. Eine reale Entscheidung bräuchte zusätzlich unabhängig geprüfte Erkenntnisse über:

1. Aktuelle und erwartete **Krankenhauskapazitäten**
2. Verfügbares **medizinisches Personal** und seine Auslastung
3. Die **Ressourcenverteilung** unter mehreren plausiblen Szenarien
4. Unsicherheit und eine ehrliche **öffentliche Kommunikation**

> Ein Grenzwert beschreibt das Verhalten einer Formel. Ob diese Formel die Wirklichkeit beschreibt, ist eine eigene Beweisfrage. Vor jeder Deutung müssen Annahmen, Gültigkeitsbereich, Einheiten und Unsicherheit des Modells genannt werden.

## Übungen

1. Ein Pharmaunternehmen modelliert die kumulierte Impfstoffproduktion mit $$P(t) = 50000(1 - e^{-0{,}1t})$$ für $$t \geq 0$$. Bestimme die langfristige Produktionsgrenze, die das Modell vorhersagt.

2. Die kumulierte Reichweite einer Nachricht in sozialen Medien wird durch $$I(t) = \frac{100000t}{t + 50}$$ für $$t \geq 0$$ modelliert. Berechne den Grenzwert für $$t \to \infty$$ und deute ihn innerhalb des Modells.

3. Die Gesamtkosten für die Produktion von $$x$$ Masken werden durch $$C(x) = 1000 + 5x + 0{,}01x^2$$ modelliert. Bestimme die Grenzkostenfunktion mit der Grenzwertdefinition und vergleiche sie anschließend mit den exakten Zusatzkosten beim Anstieg von $$x$$ auf $$x+1$$ Einheiten.

Visible text: 1. Ein Pharmaunternehmen modelliert die kumulierte Impfstoffproduktion mit für . Bestimme die langfristige Produktionsgrenze, die das Modell vorhersagt.

2. Die kumulierte Reichweite einer Nachricht in sozialen Medien wird durch für modelliert. Berechne den Grenzwert für und deute ihn innerhalb des Modells.

3. Die Gesamtkosten für die Produktion von Masken werden durch modelliert. Bestimme die Grenzkostenfunktion mit der Grenzwertdefinition und vergleiche sie anschließend mit den exakten Zusatzkosten beim Anstieg von auf Einheiten.

### Ausführliche Lösungen

1. **Lösung:**

   Die langfristige Grenze des Modells ergibt sich aus dem Grenzwert für $$t \to \infty$$:

   <MathContainer>
   
   
   ```math
   \lim_{t \to \infty} P(t) = \lim_{t \to \infty} 50000(1 - e^{-0{,}1t})
   ```

   
   
   ```math
   = 50000 \lim_{t \to \infty} (1 - e^{-0{,}1t})
   ```

   
   
   ```math
   = 50000(1 - 0) = 50000 \text{Impfeinheiten}
   ```

   </MathContainer>

   Die kumulierte Produktion nähert sich im Modell $$50{.}000$$ Impfstoffeinheiten. Für ein endliches $$t$$ erreicht sie diesen Wert nicht genau, weil $$e^{-0{,}1t}>0$$ für jedes endliche $$t$$ gilt.

2. **Lösung:**

   <MathContainer>
   
   
   ```math
   \lim_{t \to \infty} I(t) = \lim_{t \to \infty} \frac{100000t}{t + 50}
   ```

   
   
   ```math
   = \lim_{t \to \infty} \frac{100000t}{t(1 + \frac{50}{t})} = \lim_{t \to \infty} \frac{100000}{1 + \frac{50}{t}}
   ```

   
   
   ```math
   = \frac{100000}{1 + 0} = 100000 \text{Menschen}
   ```

   </MathContainer>

   Innerhalb des Modells nähert sich die kumulierte Reichweite mit zunehmender Zeit $$100{.}000 \text{Menschen}$$. Dieser Grenzwert ist ein modelliertes Sättigungsniveau und kein Beleg dafür, dass eine reale Nachricht genau diese Reichweite erzielen muss.

3. **Lösung:**

   Die Grenzkosten sind die Ableitung der Kostenfunktion und lassen sich mit der Grenzwertdefinition berechnen:

   <MathContainer>
   
   
   ```math
   \text{Grenzkosten} = \lim_{\Delta x \to 0} \frac{C(x + \Delta x) - C(x)}{\Delta x}
   ```

   </MathContainer>

   **Detaillierte Schritte:**

   
   
   ```math
   C(x + \Delta x) = 1000 + 5(x + \Delta x) + 0{,}01(x + \Delta x)^2
   ```

   Wir multiplizieren aus:

   
   
   ```math
   (x + \Delta x)^2 = x^2 + 2x\Delta x + (\Delta x)^2
   ```

   Dann setzen wir den Ausdruck ein:

   
   
   ```math
   C(x + \Delta x) = 1000 + 5x + 5\Delta x + 0{,}01x^2 + 0{,}02x\Delta x + 0{,}01(\Delta x)^2
   ```

   Also,

   <MathContainer>
   
   
   ```math
   C(x + \Delta x) - C(x) = 5\Delta x + 0{,}02x\Delta x + 0{,}01(\Delta x)^2
   ```

   
   
   ```math
   \frac{C(x + \Delta x) - C(x)}{\Delta x} = 5 + 0{,}02x + 0{,}01\Delta x
   ```

   
   
   ```math
   \lim_{\Delta x \to 0} (5 + 0{,}02x + 0{,}01\Delta x) = 5 + 0{,}02x
   ```

   </MathContainer>

   Damit lautet die Grenzkostenfunktion <InlineMath math="C'(x)=5+0{,}02x" /> Geldeinheiten pro Produktionseinheit.

   Die exakten Zusatzkosten der nächsten ganzen Einheit sind:

   <MathContainer>
   
   
   ```math
   C(x+1)-C(x)
   ```

   
   
   ```math
   =1000+5(x+1)+0{,}01(x+1)^2-(1000+5x+0{,}01x^2)
   ```

   
   
   ```math
   =5{,}01+0{,}02x
   ```

   </MathContainer>

   Bei diesem Modell liegt die Ableitung um $$0{,}01$$ Geldeinheit unter dem exakten Zuwachs um eine Einheit. Der Vergleich zeigt, weshalb Grenzkosten eine momentane Änderungsrate sind und die diskreten Kosten der nächsten Einheit nur annähern.

Visible text: 1. **Lösung:**

 Die langfristige Grenze des Modells ergibt sich aus dem Grenzwert für :

 <MathContainer>
 
 

 
 

 
 

 </MathContainer>

 Die kumulierte Produktion nähert sich im Modell Impfstoffeinheiten. Für ein endliches erreicht sie diesen Wert nicht genau, weil für jedes endliche gilt.

2. **Lösung:**

 <MathContainer>
 
 

 
 

 
 

 </MathContainer>

 Innerhalb des Modells nähert sich die kumulierte Reichweite mit zunehmender Zeit . Dieser Grenzwert ist ein modelliertes Sättigungsniveau und kein Beleg dafür, dass eine reale Nachricht genau diese Reichweite erzielen muss.

3. **Lösung:**

 Die Grenzkosten sind die Ableitung der Kostenfunktion und lassen sich mit der Grenzwertdefinition berechnen:

 <MathContainer>
 
 

 </MathContainer>

 **Detaillierte Schritte:**

 
 

 Wir multiplizieren aus:

 
 

 Dann setzen wir den Ausdruck ein:

 
 

 Also,

 <MathContainer>
 
 

 
 

 
 

 </MathContainer>

 Damit lautet die Grenzkostenfunktion Geldeinheiten pro Produktionseinheit.

 Die exakten Zusatzkosten der nächsten ganzen Einheit sind:

 <MathContainer>
 
 

 
 

 
 

 </MathContainer>

 Bei diesem Modell liegt die Ableitung um Geldeinheit unter dem exakten Zuwachs um eine Einheit. Der Vergleich zeigt, weshalb Grenzkosten eine momentane Änderungsrate sind und die diskreten Kosten der nächsten Einheit nur annähern.