Wenn Salze wie NaCl oder in einem Flammentest erhitzt werden, ist die sichtbare Farbe nicht zufällig. Wärmeenergie kann Elektronen vorübergehend in einen höheren Energiezustand versetzen. Wenn die Elektronen in einen niedrigeren Zustand zurückkehren, emittiert das Atom oder Ion Licht.
KCl
Das Bohrsche Modell nutzt diskrete Energieniveaus, um das Linienspektrum von Wasserstoff zu erklären.
Diskret bedeutet, dass nur bestimmte Energiewerte möglich sind. Eine Treppe liefert das passende Bild: Man kann auf der ersten, zweiten oder dritten Stufe stehen. Zwischen den Stufen gibt es keinen Standplatz. Auch Elektronen dürfen im Atom nur bestimmte Energieniveaus einnehmen.
Flammenfarbe weist auf Elektronenenergie hin
Anregung bedeutet, dass ein Elektron Energie aufnimmt und vorübergehend auf ein höheres Energieniveau wechselt. Beim Zurückkehren wird Energie als Licht frei. Ein echter Flammentest gehört wegen des Erhitzens von Chemikalien nur unter fachgerechter Aufsicht und mit passender Schutzausrüstung durchgeführt.
Die Elektronenkonfiguration beschreibt, wie die Elektronen eines Atoms verteilt sind. Hier verwenden wir ein vereinfachtes Schalenmodell, das sie den Schalen K, L, M und N zuordnet.
Für ein neutrales Atom:
e−=Z
Das Symbol e− steht für die Elektronenzahl, Z für die Ordnungszahl und damit die Protonenzahl. Ein neutrales Natriumatom mit Z=11 besitzt also 11 Elektronen.
Dieses vereinfachte Schalenmodell beschränkt sich auf leichte Elemente bis Calcium, also auf Z≤20. Für schwerere Elemente sind Unterschalen und Orbitale nötig.
Im vereinfachten Schalenmodell für die ersten Elemente bis Calcium werden kernnahe Schalen zuerst besetzt. Daraus ergibt sich folgende Reihenfolge:
Schale
Höchstzahl in diesem Modell
Lesart
K
2
Erste Schale, dem Kern am nächsten.
L
8
Wird nach der Schale K gefüllt.
M
8 in diesem Einstiegsmuster
Wird nach der Schale L gefüllt.
N
Beginnt in diesem Muster bei Z=19 bis 20
Nimmt die Elektronen nach der Belegung 2,8,8 auf.
Das vereinfachte Schalenmodell kann für die Elemente von Wasserstoff bis Calcium verwendet werden. Die Anordnung 2,8,8,2 ist die Elektronenkonfiguration von Calcium. Jedes frühere Element besitzt so viele Elektronen, wie seine Ordnungszahl angibt. Bei schwereren Elementen müssen die Unterschalen berücksichtigt werden, weil die Schale M mehr als 8 Elektronen aufnehmen kann.
Die Konfigurationen im Schalenmodell zeigen die Anordnung der Elektronen im Grundzustand, also im Zustand mit der niedrigsten Energie. Ein Linienspektrum entsteht, wenn ein Elektron Energie erhält und dann auf ein niedrigeres Energieniveau zurückkehrt.
Die Energie des emittierten Lichts kann wie folgt geschrieben werden:
EPhoton=Ehoch−Eniedrig=hν=λhc
Das Symbol h bezeichnet das Plancksche Wirkungsquantum, ν die Frequenz des Lichts, c die Lichtgeschwindigkeit und λ die Wellenlänge. Die exakten Werte sind h=6,62607015×10−34Js und c=2,99792458×108ms−1.
Berechne als Beispiel die Energie eines Photons mit der Vakuumwellenlänge 600nm. Verwende die gerundeten Konstanten h≈6,626×10−34Js und c≈3,00×108m/s:
Elektronen besetzen bestimmte Energieniveaus. Ein Übergang zu einem niedrigeren Energieniveau kann Licht mit einer bestimmten Energie frei. Die Elektronenkonfiguration beschreibt dagegen die Anordnung der Elektronen im Grundzustand.
Für eine einfache Elektronenkonfiguration hilft immer dieselbe Reihenfolge:
Zuerst klären, ob das Teilchen ein neutrales Atom oder ein Ion ist.
Wenn es neutral ist, entspricht die Elektronenzahl der Ordnungszahl.
Die Schalen im verwendeten Modell von innen nach außen füllen.
Die Elektronenzahl jeder Schale durch Kommas getrennt notieren.
Für neutrales Magnesium:
Ze−Konfiguration=12=12=2,8,2
Die Elektronenkonfiguration von neutralem Magnesium ist 2,8,2. Der Start mit der Ordnungszahl verhindert eine falsche Elektronenzahl beim neutralen Atom.