Die Verteilung numerischer Werte in Intervallen darstellen
Ein Histogramm zeigt die Verteilung numerischer Daten auf Intervalle. Beide Darstellungen verwenden rechteckige Balken, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Ein Balkendiagramm vergleicht einzelne Kategorien. Ein Histogramm zeigt dagegen, wie numerische Werte über zusammenhängende Intervalle verteilt sind.
Balkendiagramm und Histogramm vergleichen
Prüfe zuerst, ob die horizontale Achse getrennte Kategorien oder Intervalle einer numerischen Größe enthält. Davon hängt ab, was ein Balken darstellt und ob seine Breite zur Häufigkeitsinformation beiträgt.
Kategorien vergleichen
Balkendiagramme eignen sich für kategoriale Daten, etwa Smartphone-Marken oder Lieblingssportarten:
Aus dem Balkendiagramm lässt sich ablesen:
- Apple wird mit Nennungen am häufigsten verwendet
- Samsung folgt mit Nennungen
- Xiaomi liegt mit Nennungen dahinter
- Oppo und Lenovo wurden jeweils Mal genannt
Zwischen den Balken bleiben Lücken, weil jede Marke eine eigenständige Kategorie darstellt.
Zeitwerte in Intervalle einteilen
Histogramme verwenden wir für numerische Daten, die in aneinandergrenzende Intervalle eingeteilt sind, zum Beispiel Zeitspannen oder Körpergrößen. Die Balken berühren sich, weil auch die Klassenintervalle lückenlos aneinander anschließen.
Die Nutzungsdauern umfassen Beobachtungen. Damit ein Klassenrand nicht doppelt gezählt wird, gehört die linke Grenze zur Klasse und die rechte nicht, etwa und . Die letzte Klasse umfasst . Dabei bezeichnet die Dauer in Stunden.
Das Histogramm zeigt folgende Häufigkeiten:
- Lernende nutzen ihr Smartphone täglich
- Lernende kommen auf
- Mit Lernenden ist das Intervall am stärksten besetzt
- Lernende nutzen ihr Smartphone
- Lernende liegen im Intervall
Insgesamt liegen von Beobachtungen zwischen . Damit befindet sich die Mehrheit in diesem Bereich. Das am häufigsten besetzte Einzelintervall ist .
Unterschiede bei Datentyp und Balkenform
Histogramm und Balkendiagramm verwenden beide Balken, beantworten aber verschiedene Fragen. Die Tabelle vergleicht, welche Daten jede Darstellung verlangt und wie die Balken gezeichnet werden.
| Merkmal | Histogramm | Balkendiagramm |
|---|---|---|
| Datentyp | Quantitativ, in Intervalle gruppiert | Kategorial, ein Balken je Kategorie |
| Anordnung | Balken berühren sich | Zwischen den Balken liegen Lücken |
| Häufigkeitsdarstellung | Bei gleich breiten Klassen zeigt die Höhe die Häufigkeit. Bei ungleichen Breiten ist die Fläche entscheidend | Die Balkenhöhe zeigt die Anzahl oder den Anteil |
Der passende Einsatz eines Histogramms
Verwende ein Histogramm, wenn:
- die Daten aus Messwerten bestehen,
- die Fragestellung die Verteilung der Beobachtungen auf Werteintervalle vergleicht und
- sich die Werte in sinnvolle Intervalle einteilen lassen.
Typische Beispiele sind:
- Körpergrößen einer Lerngruppe
- Testergebnisse
- Schulwege in Minuten
- Körpergewichte
- tägliche Gerätenutzungszeiten
Ein Histogramm zeigt, in welchen Wertebereichen viele oder wenige Beobachtungen liegen. Der Vergleich der Balkenhöhen oder Flächen beschreibt Form, Streuung und mögliche Schiefe der Verteilung. Für einzelne Kategorien ohne natürliche Zahlenachse eignet sich ein Balkendiagramm.