For AI agents: use /llms.txt for the Nakafa content index.
Komplexe Matrizen folgen denselben Regeln für Zeilen, Spalten, Addition und Multiplikation wie reelle Matrizen. Der Unterschied besteht darin, dass jeder Eintrag einen Realteil und einen Imaginärteil besitzen kann.
Ein rechteckiges Schema komplexer Zahlen mit Zeilen und Spalten wird als komplexe -Matrix bezeichnet:
mit Koeffizienten für und . Die Menge aller komplexen -Matrizen wird als geschrieben.
Einträge wie und gehören beispielsweise zu . Da die Konjugation für Längen und Winkel entscheidend ist, eignet sich die gewöhnliche Transposition nicht mehr für jede geometrische Rechnung.
Bei komplexen Matrizen ist die Adjungierte, auch konjugiert transponierte Matrix genannt, das geometrische Gegenstück zur Transposition. Dabei wird die Matrix transponiert und jeder Eintrag komplex konjugiert.
Sei eine komplexe -Matrix. Die adjungierte Matrix (komplexe konjugierte Transponierungsmatrix) von ist die komplexe -Matrix, die man erhält, indem man die Zeilen und Spalten von vertauscht und die komplexe Konjugierte jedes Eintrags nimmt:
Zum Beispiel gilt
Der Eintrag in Zeile und Spalte von ist somit .
Die adjungierte Matrix verfügt über mehrere wichtige Eigenschaften, die bei Berechnungen nützlich sind. Hier sind die grundlegenden Eigenschaften, die immer gelten:
Dies ist sinnvoll, denn wenn die Matrix nur reelle Einträge enthält, ändert das komplexe Konjugierte seinen Wert nicht.
Wenn wir den Adjungierten eines Adjungierten nehmen, kehren wir zur ursprünglichen Matrix zurück.
Linearität der Addition:
Konjugierte Linearität bezüglich eines Skalars:
Beachten Sie, dass wir für die Skalarmultiplikation das Konjugierte des Skalars nehmen müssen.
Diese Regel ist keine Antikommutativität. Sie besagt, dass das Adjungieren eines Produkts die Reihenfolge seiner Faktoren umkehrt, genau wie die Transposition bei reellen Matrizen.
Für lautet das hermitesche Standardskalarprodukt
Die Konjugation im ersten Argument stellt sicher, dass das Skalarprodukt eines Vektors mit sich selbst reell und nicht negativ ist.
Für definieren wir:
Die Euklidische Norm wird wie folgt berechnet:
Für ist die Rechnung unmittelbar:
Deshalb wäre in einem komplexen Raum falsch: Ohne Konjugation muss das Ergebnis weder reell noch positiv sein.
Die euklidische Norm erfüllt die folgenden Eigenschaften:
Homogenität:
Positiv definit: und
Dreiecksungleichung:
Diese Eigenschaften machen zu einer echten Norm. Die Adjungierte ist also keine bloße Schreibweise: Sie sorgt dafür, dass komplexe Längen, Orthogonalität und Projektionen mit ihren reellen Gegenstücken übereinstimmen.