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Der gemischte Term einer quadratischen Gleichung kann ihre Geometrie verdecken. In Matrixform wird die symmetrische Matrix sichtbar, welche die Hauptachsen bestimmt. In zwei Dimensionen sei
Da reell und symmetrisch ist, besitzt die Matrix reelle Eigenwerte und eine Orthonormalbasis aus Eigenvektoren . Wir setzen . Dann gelten und .
Für die Gleichung verwenden wir die gedrehten Koordinaten und den gedrehten linearen Koeffizienten . Dadurch verschwindet der gemischte Term:
Für beide Variablen mit wird die Vervollständigung des Quadratprozesses separat durchgeführt:
Nach dem Zusammenfassen erhalten wir
Wir definieren den Mittelpunkt in den gedrehten Koordinaten und die verschobene Konstante durch
Damit gilt
Die Vorzeichen von , und entscheiden, ob die reelle Lösungsmenge eine Ellipse, Hyperbel, Parabel, ein entarteter Kegelschnitt oder leer ist. Die nächsten beiden Fälle setzen voraus.
Wenn und , dann ist der gebildete Kegelschnitt eine Ellipse:
Mit Halbachsenlängen in Richtung und in Richtung .
Wenn und , ist der gebildete Kegelschnitt eine Hyperbel:
Mit Halbachsenlängen in Richtung und in Richtung .
Ein Sonderfall liegt bei , und vor. Die quadratische Ergänzung ergibt
Nach dem Auflösen nach ist die Parabelform unmittelbar erkennbar:
Wir betrachten die Gleichung
Die Eigenpaare lauten
Der Mittelpunkt in den ursprünglichen Koordinaten ist , denn . In den gedrehten Koordinaten gilt . Mit wird die Gleichung zu
Die Kurve ist eine Ellipse mit Mittelpunkt . Ihre Halbachsen haben die Längen in Richtung und in Richtung . Setzt man den Mittelpunkt in die ursprüngliche Gleichung ein, erhält man , passend zur rechten Seite nach der Verschiebung.
Für eine symmetrische Matrix , einen Vektor und einen Skalar ist die quadratische Oberfläche als Lösungsmenge der allgemeinen quadratischen Gleichung definiert:
Äquivalent dazu gilt
Wenn symmetrisch und eine Orthonormalbasis von Eigenvektoren mit ist, dann ermöglicht die Orthonormalmatrix die Diagonalisierung oder .
In der neuen Koordinatenbasis und hat die quadratische Fläche Diagonalform:
In der Orthonormalbasis von Eigenvektoren hat die quadratische Form eine Diagonalstruktur. Diese Transformation wird Hauptachsentransformation genannt, da die neuen Koordinatenachsen an den Richtungen der Matrixeigenvektoren ausgerichtet sind.