Den Trend einer Punktwolke durch eine Gerade beschreiben
Ein Streudiagramm zeigt, ob die Werte zweier Variablen und ein gemeinsames Muster bilden.
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Wenn die Punktwolke ungefähr einem ansteigenden oder fallenden geradlinigen Trend folgt, können wir diesen Trend durch eine passende Gerade zusammenfassen. Sie heißt lineare Regressionsgerade. Das Verfahren zu ihrer Bestimmung heißt lineare Regression.
Die Regressionsgerade wird auch als Best-Fit-Gerade bezeichnet. Nach dem Kriterium der kleinsten Quadrate wird die Gerade mit der kleinsten möglichen Summe quadrierter vertikaler Residuen gewählt. Datenpunkte können oberhalb oder unterhalb der Geraden liegen. Die Regressionsgerade fasst den linearen Trend der Daten zusammen.
Für jede Beobachtung ist das Residuum der beobachtete Wert minus dem vorhergesagten Wert. Ein Punkt oberhalb der Geraden hat ein positives Residuum, ein Punkt unterhalb ein negatives.
Vergleiche bei jedem Datenpaar die Lernzeit mit dem Prüfungsergebnis. Mit längerer Lernzeit liegen die Punkte tendenziell höher. Dieses Muster bildet einen positiven linearen Trend.
Die eingezeichnete Regressionsgerade zeigt den allgemeinen Trend: Mit längerer Lernzeit steigt das vorhergesagte Prüfungsergebnis tendenziell an. Einzelne Ergebnisse können trotzdem oberhalb oder unterhalb der Geraden liegen.
Die lineare Regressionsgerade, also die Best-Fit-Gerade, wird mit der Methode der kleinsten Quadrate bestimmt. Gesucht ist die Gerade, welche die Summe der quadrierten vertikalen Residuen zwischen beobachteten und vorhergesagten Werten minimiert.
Mathematisch hat sie die Form:
Dabei gilt:
Die Werte von und werden aus den beobachteten -Paaren berechnet:
Dabei bedeutet:
Diese Formeln bestimmen eine eindeutige Kleinste-Quadrate-Gerade, solange die beobachteten -Werte nicht alle gleich sind. Sind alle -Werte identisch, ist der Nenner der Steigungsformel null und die Daten bestimmen keine eindeutige Regressionssteigung.
Verwende alle Datenpaare des Diagramms. Mit den Produkt- und Quadratspalten geht jede Beobachtung genau einmal in die Rechnung ein. Die Summe jeder Spalte wird dann in die Steigungsformel eingesetzt.
Verwende für Vorhersagen die ungerundeten Koeffizienten. Mit gerundeten Anzeigewerten lautet die Geradengleichung:
Setze für eine Lernzeit von den Wert in die Geradengleichung ein. Dieser Wert liegt im beobachteten Bereich. Die Vorhersage ist daher eine Interpolation.
Für ergibt dieselbe Rechnung:
Die beobachteten Lernzeiten reichen nur von bis . Die zweite Vorhersage ist eine Extrapolation. Die vorhandenen Daten prüfen nicht, ob der lineare Trend außerhalb dieses Bereichs anhält. Falls die Prüfung höchstens Punkte zulässt, überschreitet die zweite Vorhersage sogar diese Grenze. Prüfe eine Regressionsgerade sowohl am beobachteten Bereich als auch an den Grenzen der vorhergesagten Größe.
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