Ein Einheitsvektor hat den Betrag 1 Einheit. Er beschreibt eine Richtung, ohne den ursprünglichen Betrag mitzunehmen. Aus jedem Vektor ungleich null erhalten wir einen Einheitsvektor in derselben Richtung, .
Betrachten wir den Vektor PQ in einem kartesischen Koordinatensystem. Sein Einheitsvektor entsteht, indem wir PQ durch den Betrag von PQ teilen.
uPQ=∣PQ∣PQ
Der Nenner ∣PQ∣ ist der Betrag von PQ und muss größer als null sein. Zum Nullvektor gibt es keinen zugehörigen Einheitsvektor, weil die Division durch null nicht definiert ist.
Der Einheitsvektor zeigt in dieselbe Richtung wie der ursprüngliche Vektor, hat aber den normierten Betrag 1 Einheit.
Vektor und Einheitsvektor
Der ursprüngliche Vektor und sein Einheitsvektor zeigen in dieselbe Richtung, besitzen aber unterschiedliche Beträge.
Teilst du einen Vektor ungleich null durch seinen Betrag, bleibt seine Richtung erhalten und der Betrag wird eins. Ein ursprünglich längerer Vektor wird verkürzt. Ein Vektor mit einem Betrag kleiner als eins wird vergrößert.
Das Kennzeichen eines Einheitsvektors ist seine Länge eins, und diese Länge bindet seine Komponenten aneinander. Die Summe der Komponentenquadrate ergibt eins, und diese Gleichung bestimmt den Schritt von einem Vektor ungleich null zu seinem Einheitsvektor.
Ein Einheitsvektor hat den Betrag 1. Addiere im Beispiel zuerst die Quadrate der drei Koordinaten. Ein Betrag ist nicht negativ. Zum Schluss nimmst du daher die positive Quadratwurzel.
Ein Einheitsvektor trennt die Richtung vom Betrag, sodass sich die Richtung allein angeben lässt. Zwei Vektoren mit derselben Richtung teilen sich einen Einheitsvektor, und damit ist der Einheitsvektor eine kurze Schreibweise für diese Richtung.
Einheitsvektoren beschreiben eine Richtung unabhängig vom Betrag. In der Physik geben sie zum Beispiel die Richtung einer Kraft, Geschwindigkeit oder Beschleunigung an. Der Betrag bleibt dabei als eigener Faktor stehen, sodass du Richtung und Länge getrennt behandeln kannst.
Eine Kraft habe eine Komponente von 3 N in positiver x-Richtung und eine Komponente von −4 N entlang der y-Achse. Das Minuszeichen gibt die Richtung entgegen der positiven Achse an. Den Betrag der Kraft berechnen wir aus beiden Komponenten:
F=(3^−4^) N
∣F∣=32+(−4)2 N=5 N
F^=∣F∣F=53^−54^
Der Einheitsvektor trägt keine Einheit Newton, weil sich die Einheiten im Zähler und Nenner kürzen. Multiplizierst du die Richtung mit dem Kraftbetrag, erhältst du die ursprünglichen Komponenten zurück: