Die Resultierende aus Komponenten berechnen
Mit der grafischen Methode lässt sich die Richtung der Resultierenden gut erkennen. Wie genau das Ergebnis ist, hängt jedoch von der Zeichnung ab. Die analytische Methode liefert ein nachprüfbares numerisches Ergebnis, weil sie mit den Vektorkomponenten rechnet.
Dazu wird jeder Vektor in seine Vektorkomponenten entlang der - und -Achse zerlegt. Anschließend werden die Komponenten achsenweise addiert und wieder zur Resultierenden zusammengesetzt.
Bei der analytischen Methode addierst du die Vektorkomponenten auf jeder Achse. Die Pfeillängen allein ergeben noch keine Summe.
Schritte für die Vektoraddition
Angenommen, auf einen Körper wirken die Kräfte , und . Zunächst wird jede Kraft in horizontale und vertikale Komponenten zerlegt.
Sind alle Komponenten bekannt, ergeben sich die Komponenten der Resultierenden zu:
Ihr Betrag ist:
Verwende den zweistelligen Arkustangens für den Winkel der Resultierenden gegenüber der positiven -Achse:
Anders als verwendet die Vorzeichen beider Komponenten und ordnet die Richtung dadurch dem richtigen Quadranten zu.
Sind beide Komponenten null, ist die Resultierende der Nullvektor und ihre Richtung ist nicht definiert. Weise einem Rechner- oder Programmausgabewert für keine physikalische Richtung zu.
Verschiebung in zwei Etappen
Eine Person legt einen Weg in zwei Etappen zurück. Die erste Etappe entspricht nach Osten und nach Norden. Die zweite Etappe entspricht nach Osten und nach Norden.
| Verschiebungsvektor | -Komponente | -Komponente |
|---|---|---|
Addiere Komponenten entlang derselben Achse, um die Komponenten der Resultierenden zu erhalten:
Der Betrag der gesamten Verschiebung ist:
Für ihre Richtung gilt:
Die gesamte Verschiebung beträgt unter einem Winkel von nördlich der Ostrichtung.
Subtraktion mit Komponenten
Subtrahiere Vektoren komponentenweise entlang derselben Achsen. Wenn , dann:
Betrachten wir zum Beispiel und .
Das negative Vorzeichen in bedeutet, dass die resultierende -Komponente nach unten zeigt.
Die Vorzeichen ergeben eine Richtung nach rechts und unten. Für die Pfeillänge addierst du die quadrierten Komponenten. Beim Quadrieren verschwindet das Minuszeichen.
Für die Subtraktion ist also keine neue Regel nötig. Die Achsen bleiben gleich, gleichartige Komponenten werden voneinander abgezogen, und die Vorzeichen zeigen anschließend die Richtung der resultierenden Komponenten an.