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Sei ein Skalarproduktraum und ein endlichdimensionaler Unterraum. Zu jedem gibt es genau einen Vektor mit
Der Vektor ist die orthogonale Projektion von auf und wird als geschrieben. Er wird durch zwei Bedingungen charakterisiert:
Äquivalent dazu gilt
In einem Hilbert-Raum gilt derselbe Satz für jeden abgeschlossenen Unterraum. Ein endlichdimensionaler Unterraum ist automatisch abgeschlossen.
Sei und beliebig. Wegen und liefert der Satz des Pythagoras
Gleichheit gilt nur für . Damit sind sowohl die Optimalität als auch die Eindeutigkeit bewiesen.
Ist \varphi_1,ldots,arphi_n eine orthonormale Basis von , dann gilt
Die zweite Zeile folgt aus der Zerlegung von in die senkrechten Komponenten und .
Für eine reelle Matrix mit orthonormalen Spalten projiziert
Vektoren aus auf .
Projiziere
auf . Der Projektionskoeffizient ist
Daher gilt
Sei eine beliebige Basis von und
Die Orthogonalitätsbedingungen ergeben das Gram-System
mit und . Da die Basisvektoren linear unabhängig sind, gilt
Somit ist symmetrisch positiv definit und die Koeffizienten sind eindeutig.
Sind die Spalten einer Matrix mit vollem Spaltenrang die Basisvektoren, dann ist
derselbe orthogonale Projektor. Diese Identität ist für die Analyse nützlich. In numerischer Software sind QR oder SVD meist vorzuziehen, weil die Bildung von die Konditionszahl quadriert.
Projiziere auf bezüglich
Die Funktionen und sind orthogonal. Ihre Koeffizienten lauten
Damit gilt
Der lineare Term verschwindet, weil auf dem symmetrischen Intervall ungerade ist.
| Eigenschaft | Bedeutung |
|---|---|
| eine zweite Projektion ändert nichts | |
| Bild und Kern stehen senkrecht aufeinander | |
| jede Ausgabe liegt im Zielunterraum | |
| senkrechte Komponenten werden entfernt |
Idempotenz allein genügt nicht: Auch ein schiefer Projektor erfüllt , muss aber nicht symmetrisch sein. Die Symmetrie kennzeichnet den euklidischen orthogonalen Projektor.