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Für sind die folgenden Aussagen äquivalent:
Die Äquivalenz erklärt die zusätzliche Bedingung gegenüber komplexen normalen Matrizen. Eine komplexe normale Matrix besitzt stets eine unitäre Eigenbasis, doch diese Basis und ihre Eigenwerte müssen nicht reell sein.
Der Beweis verbindet die vier Aussagen direkt. Eine orthonormale Eigenbasis liefert die Spalten von . Aus mit reeller Diagonalmatrix folgt . Umgekehrt diagonalisiert der reelle Spektralsatz jede reelle symmetrische Matrix orthogonal. Hat schließlich eine reelle normale Matrix nur reelle Eigenwerte, so erfüllt ihre komplexe unitäre Diagonalisierung . Da reell ist, bedeutet dies genau .
| Matrixklasse | Körper | Garantierte Spektralform |
|---|---|---|
| Komplex und normal | Unitäre Diagonalisierung; die Eigenwerte dürfen komplex sein | |
| Komplex und hermitesch | Unitäre Diagonalisierung mit reellen Eigenwerten | |
| Reell und symmetrisch | Orthogonale Diagonalisierung mit reellen Eigenwerten | |
| Reell und orthogonal | Im Allgemeinen reelle Rotationsblöcke; eine reelle Diagonalform nur bei ausschließlich reellen Eigenwerten |
Betrachten Sie die Drehung um einen Winkel , der kein ganzzahliges Vielfaches von ist:
Die Matrix ist orthogonal. Daher gilt und sie ist normal. Ihr charakteristisches Polynom lautet
Seine Diskriminante ist
denn unter der genannten Voraussetzung gilt . Das Polynom hat daher keine reelle Nullstelle und besitzt keine reelle Eigenvektorbasis. Über sind die Eigenwerte und .
Betrachten wir nun
Die beiden verschiedenen Eigenwerte und garantieren bereits die gewöhnliche Diagonalisierbarkeit. Die zugehörigen Eigenräume sind
Mit diesen Eigenvektoren als Spalten erhält man eine explizite Diagonalisierung:
Die beiden Eigenvektoren sind jedoch nicht orthogonal, denn
und direktes Multiplizieren bestätigt, dass nicht normal ist:
Dieses Beispiel trennt die beiden Begriffe. Bei einer gewöhnlichen Diagonalisierung darf die Eigenvektormatrix beliebig invertierbar sein. Eine orthogonale Diagonalisierung verlangt dagegen eine orthonormale Eigenbasis und damit eine reelle symmetrische Matrix.