Lagemaße beschreiben die Mitte eines Datensatzes. Median und Modus erfassen diese Mitte auf unterschiedliche Weise. Der Median teilt die geordneten Werte in zwei gleich große Hälften, der Modus nennt dagegen den Wert, der am häufigsten vorkommt.
x(i) steht für den Wert an Position i, nachdem die Daten aufsteigend sortiert wurden. Der Median ist der Mittelwert der Werte an den Positionen n/2 und n/2+1:
Median=2x(n/2)+x(n/2+1)
Beispiel mit einer geraden Anzahl von Werten:
Die Punktzahlen von 6 Lernenden lauten 7,8,6,9,7,10.
Sortiert: 6,7,7,8,9,10 (insgesamt 6 Werte, also n=6)
Die mittleren Positionen sind 6/2=3 und (6/2)+1=4.
Die beiden mittleren Zahlen sind 7 und 8.
Berechne den Mittelwert der beiden mittleren Werte:
Median=27+8=215=7,5
Der Median beträgt also 7,5.
Der Median hängt von den Werten an den mittleren Positionen ab. Ändert sich der größte Wert ohne Änderung der Reihenfolge oder Datenanzahl, bleibt der Median gleich. Hinzufügen oder Entfernen von Werten kann die mittleren Positionen verschieben. Dann muss der Median neu berechnet werden.
Der Modus ist der Wert, der am häufigsten vorkommt, also der Wert mit der höchsten Häufigkeit.
So bestimmst du den Modus:
Zähle, wie oft jeder Wert vorkommt.
Bestimme den Wert oder die Werte mit der höchsten Häufigkeit.
Beispiel:
Testergebnisse:
7,8,6,9,7,8,7
Wert
Häufigkeit
6
1
7
3
8
2
9
1
Häufigkeit jedes Wertes
Der Wert mit dem höchsten Balken ist der Modus.
Am häufigsten erscheint 7, und zwar 3 Mal.
Der Modus ist also 7.
Wichtige Hinweise zum Modus:
Wenn alle Werte gleich häufig vorkommen, ist kein Wert eindeutig am häufigsten. Nach der hier verwendeten Konvention hat der Datensatz dann keinen Modus.
Ein Datensatz kann einen Modus haben (unimodal).
Ein Datensatz kann zwei Modi haben (bimodal), wenn zwei Werte dieselbe höchste Häufigkeit besitzen.
Ein Datensatz kann mehr als zwei Modi haben (multimodal).
Ein einzelner isolierter Extremwert ändert den Modus normalerweise nicht, da seine Häufigkeit nur eins beträgt.