Bei der Matrixaddition werden die Einträge mehrerer Matrizen positionsweise zusammengezählt. Das ist nur möglich, wenn alle beteiligten Matrizen gleich viele Zeilen und Spalten haben.
Das Ergebnis ist eine neue Matrix desselben Formats. Jeder ihrer Einträge ist die Summe der Einträge an derselben Position in den Ausgangsmatrizen.
Zwei Matrizen A und B können genau dann addiert werden, wenn sie dasselbe Format haben.
Matrix A habe das Format m×n und die Einträge aij. Dabei bezeichnet i die Zeile und j die Spalte. Matrix B habe ebenfalls das Format m×n und die Einträge bij.
Ihre Summe nennen wir Matrix C und schreiben C=A+B. Matrix C hat ebenfalls das Format m×n. Ihre Einträge cij sind definiert durch:
cij=aij+bij
Die Formel addiert also für jede Position den Eintrag aus A und den entsprechenden Eintrag aus B.
Symbolisch folgt aus A∈Rm×n und B∈Rm×n, dass A+B∈Rm×n gilt. Zu jedem Ergebniseintrag cij gehört daher in beiden Matrizen genau ein Eintrag an derselben Position.
Die Matrixaddition besitzt dieselben grundlegenden Rechengesetze wie die Addition reeller Zahlen. Seien A, B und C Matrizen desselben Formats. O bezeichne die gleich große Nullmatrix, deren Einträge alle null sind.
Jede Regel lässt sich an entsprechenden Einträgen prüfen, weil die Matrixaddition an jeder Position getrennt arbeitet.
Eine negative Zahl zu addieren heißt, ihre Gegenzahl zu subtrahieren. Die Summen der entsprechenden Einträge lauten daher:
=[3−20+6−1+95−37−42+1]
=[168233]
Danach vertauschen wir die Summanden und berechnen B plus A (B+A):
B+A=[−269−3−41]+[30−1572]
=[−2+36+09+(−1)−3+5−4+71+2]
=[168233]
Das bestätigt ein Beispiel des Kommutativgesetzes: A+B=B+A. Allgemein gilt für jeden Eintrag aij+bij=bij+aij, weil die Addition reeller Zahlen kommutativ ist.
Für A plus C (A+C) prüfen wir zuerst die Formate:
Die Summe ist nicht definiert. Matrix A hat das Format 2×3, Matrix C dagegen das Format 2×2. Wegen der unterschiedlichen Spaltenzahlen kann A+C nicht gebildet werden.
Problem 2
Gegeben sei die Matrixaddition:
[2x−153y]+[4z−27]=[10631]
Wir addieren zunächst die Matrizen auf der linken Seite:
[2x+4−1+z5+(−2)3y+7]=[10631]
[2x+4−1+z33y+7]=[10631]
Aus der Gleichheit zweier Matrizen folgt, dass die entsprechenden Einträge übereinstimmen müssen:
Für das Element in Zeile 1, Spalte 1: 2x+4=10
2x=10−4
2x=6
x=3
Für das Element in Zeile 1, Spalte 2: 3=3 (bereits konsistent).
Für das Element in Zeile 2, Spalte 1: −1+z=6
z=6+1
z=7
Für das Element in Zeile 2, Spalte 2: 3y+7=1
3y=1−7
3y=−6
y=−2
Somit sind die Werte x=3, y=−2 und z=7.
Problem 3
Die gegebene Matrix lautet:
P=[13−20]
Das additive Inverse von P, also −P, ist:
−P=[−1−3−(−2)−0]=[−1−320]
Zur Kontrolle addieren wir P+(−P)=O:
P+(−P)=[13−20]+[−1−320]
=[1+(−1)3+(−3)−2+20+0]
=[0000]
Das Ergebnis ist die Nullmatrix O im Format 2×2. Damit ist die Behauptung gezeigt.